Erstes Bundesland kippt Maskenpflicht beim Einkaufen

Keine Masken mehr im Supermarkt und Einzelhandel – das gilt ab Freitag in Sachsen. Und: Bayern will ab Herbst Diskos für Geimpfte öffnen. Alle Infos im Newsblog.

In Deutschland haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als 3,74 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts starben 91.259 Erkrankte. Im Zuge der Ende 2020 begonnenen Impfkampagne haben inzwischen 58,7 Prozent der Bundesbürger mindestens eine Impfdosis erhalten, 43 Prozent sind vollständig geimpft (Stand: 13. Juli).

In Sachsen soll die Maskenpflicht beim Einkaufen bei einer Wocheninzidenz von unter zehn entfallen. Die Regelung greife ab diesem Freitag (16. Juli) mit der neuen Landesverordnung, kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) an. Die Maske muss aber weiter in Bus und Bahn sowie in medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Pflegeheimen getragen werden. Derzeit liegen alle Landkreise und Städte im Freistaat unter dem Schwellenwert von zehn wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Sachsen ist allerdings auch das einzige Bundesland, das die 50-Prozent-Quote bei den Erstgeimpften noch nicht erreicht hat. Das Bundesland verzichtet nun auf eine Terminvergabe: Ab diesem Mittwoch können sich die Bürger auch ohne Voranmeldung im Impfzentrum impfen lassen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will jungen Menschen mit der Öffnung von Klubs und Diskotheken Anreize fürs Impfen geben. Im Herbst könnten die Betriebe der Nachtgastronomie wieder öffnen, sagte Söder am Dienstag im Anschluss an eine Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Voraussetzung sei aber, dass Gäste geimpft oder genesen seien.

Vorher soll es eine Impfkampagne für junge Menschen geben. Die Öffnung der Nachtgastronomie könne ein Anreiz für Impfungen sein, sagte Söder. Der bayerische Ministerpräsident will Geimpften auch einen leichteren Zugang zu Kultur- und Sportveranstaltungen ermöglichen. Hier stellte Söder in Aussicht, dass Geimpfte nicht bei der vorab festgelegten Höchstzahl von Zuschauern mitgerechnet werden. Genaue Festlegungen auf einen Zeitpunkt für die Lockerungen machte das Kabinett nicht.

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