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Streetart-Ausstellung „Lorem Ipsum“ bei Culture Shocks

Runter von der Straße!

Tags? Sticker? Graffiti? Das sind doch diese lieblosen Schmierereien von pubertierenden Sprühdosenhelden, die wie von einer Manie besessen, immer wieder dieselben drei Buchstaben an anderer Leute Häuser und Wände sprayen! Doch es gibt auch ästhetische, kunstvolle und legale Formen dieser Untergrundkunst, die längst im Mainstream angekommen sind – und trotzdem ihren rauen, anarchischen und authentischen Charme bewahrt hat. Solche Kunst kreieren die kreativen Streetart-Künstler Keasone (Alexander Hahn), Beet74 (Steve Albertsen), Extypor (Peter Werner) und Rhok176 (Richard Lang), die ihre Werke vom 27. September bis zum 14. November im Tätowier-Studio Culture Shocks in Wolfsburg ausstellen. Ein farbensprühendes Spektakel!

„Der Laden wird überquellen vor Bildern“, strahlt Olli Fiedler, Inhaber des Tattoostudios im Schachtweg 23 über die große Anzahl der Ausstellungsstücke. Diese wird sich jedoch während der Ausstellung verringern: Die Bilder kann man kaufen – und das zu recht erschwinglichen Preisen. Los geht’s schon mit einer Auktion bei der Vernissage am 26. September um 18 Uhr. Daniel Heizmann wird sie moderieren, vielen sicher bekannt als Sänger von Hilter, der Privatmann. Und wo er ist, können seine Bandkollegen nicht weit sein: Gemeinsam wird die dynamische Punk-Formation die Ausstellungseröffnung musikalisch unterstützen und dabei die Verbindung von Streetart mit der Musik unterstreichen. „Hilter, der Privatmann haben immer eine richtig nette Performance“, erklärt Olli, der selbst auch einmal Kunst studiert hat. Kunst ist bekanntlich relativ und so auch der Kunstbegriff. Spätestens seitdem US-Star Brad Pitt ein Werk des berüchtigten englischen Streetart-Meisters Banksy gekauft hat, sind Stancil- und Graffiti-Kunst auch in Fachkreisen geschätzt. Die schnelle und spontane Art, auf Themen einzugehen und gleichzeitig Populärkultur, Politik und soziale Kritik mal ernst, mal amüsant zu vermischen, machen dieses Genre aus. Die Ausstellung bietet sowohl Insidern der Graffiti-Szene als auch einer breiteren Öffentlichkeit intensive Einblicke in sehenswerte Werke lokaler Künstler. Der engagierte Tätowierer Olli betrachtet daher die unabhängige Galerie, die er seit vergangenem Jahr im Parterrebereich des Tattoostudios betreibt, als kleine Kunstenklave. Von dort aus wird sich der Siegeszug der immer populärer werdenden Streetart wohl weiter fortsetzen.

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