Lufthansa streicht am Mittwoch fast alle deutschen Flüge

Lufthansa streicht am Mittwoch fast alle deutschen Flüge

Lufthansa, Deutschlands nationale Fluggesellschaft, gab am Mittwoch bekannt, dass sie wegen eines geplanten Streiks des Bodenpersonals alle Inlandsflüge in Frankfurt und München streichen müsse. Dies trägt zum sommerlichen Reisechaos in ganz Europa bei.

Die Lufthansa behauptete am Dienstag, die mächtige Gewerkschaft Verdi in Deutschland werde zu einem eintägigen Protest aufrufen.

Mehr als 1000 Flüge werden gestrichen, darunter auch die am Dienstag. Davon sind rund 134.000 Passagiere betroffen.

„Lufthansa muss am Mittwoch fast alle Flüge an ihren Drehkreuzen Frankfurt oder München streichen“, teilte der Konzern mit und fügte hinzu, dass er eine Folgewirkung für einige Donnerstag- und Freitagflüge nicht ausschließen könne.

Bodenarbeiter haben für einen höheren Lohn agitiert, als er von Lufthansa angeboten wurde.

Nach Angaben der Fluggesellschaft wurden 45 Langstreckenflüge, die am Dienstag abfliegen und am Mittwoch in Deutschland landen sollten, gestrichen. Damit bleiben fast 7.500 Passagiere in Asien, Südamerika oder den USA ohne Flug.

Die Unterbrechung verspricht, einem ansonsten turbulenten Sommer für Flugreisen in ganz Europa mehr Turbulenzen hinzuzufügen.

Die Lockerung der Corona-Regeln trägt jedoch dazu bei, die Nachfrage anzukurbeln. Chronischer Personalmangel hat jedoch zu Flugunterbrechungen, langen Warteschlangen für Passagiere und sogar zu verlorenem Gepäck geführt.

Die Gewerkschaft Verdi, die rund 20.000 Lufthansa-Beschäftigte vertritt, strebt eine Gehaltserhöhung von 9,5 Prozent oder höchstens 350 Euro pro Monat an. Außerdem strebt sie einen Mindeststundenlohn von 13 Euro an.

Die Gewerkschaft behauptete, dass das bisherige Angebot des Managements „nicht einmal annähernd“ an einen Ausgleich der Inflation heranreicht, die im vergangenen Monat in Deutschland 7,6 Prozent erreichte.

Lufthansa antwortete, dass sie „sehr erhebliche Gehaltserhöhungen“ angeboten habe, darunter mehr als 10 Prozent für Arbeiter in der niedrigsten Lohnkategorie und sechs Prozent für höher bezahlte Angestellte.

Michael Niggemann vom Lufthansa-Arbeitsdirektor sagte, die frühe Eskalation und Zerstörung einer zuvor fruchtbaren Tarifrunde richte großen Schaden an.

Das Wirtschaftsinstitut IW in Deutschland hat kürzlich festgestellt, dass die deutsche Luftfahrtbranche mit mehr als 7.000 Mitarbeitern einen Mangel hat.

Viele Flughafenmitarbeiter nahmen Jobs in anderen Bereichen an, als die Nachfrage nach Reisen während der Pandemie einbrach. Aus diesem Grund sind sie nicht in den Sektor zurückgekehrt, nachdem sich der Tourismus erholt hat, enthüllten Ökonomen.

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