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LUX-Filmpreis 2010: Deutscher Film unter den drei Favoriten
Die deutsche Produktion „Die Fremde“ hat es in die letzte Runde um den LUX-Filmpreis 2010 geschafft. Insgesamt stehen drei Filme im Finale um die Auszeichnung des Europäischen Parlaments. Neben dem deutschen Film von Feo Aladag, steht noch die deutsch-griechische Produktion „Akadimia Platonos“ von Filippos Tsitos sowie der belgische Film „Illégal“ von Olivier Masset-Depasse zur Auswahl. Vom 26. Oktober bis zum 19. November werden die Filme dann im Europäischen Parlament in Brüssel zu sehen sein. Der Gewinnerfilm wird anschließend von den Europaabgeordneten ausgewählt. Gekürt wird dieser dann am 24. November bei der Preisverleihung in Straßburg. Der LUX-Filmpreis wurde 2007 eingeführt und soll das Bekenntnis des Europäischen Parlaments zur europäischen Filmindustrie und ihrer Kreativität widerspiegeln. Jeder einzelne Filmbeitrag bietet, unabhängig von den darin dargestellten persönlichen, historischen oder sozialen Themen, einen Einblick auf die Europäer und ihr Leben, ihre Überzeugungen, ihre Zweifel und ihre Suche nach Identität. Weiteres unter www.lux-prize.eu.
Zu den Filmen:
„Die Fremde“:
Die in Deutschland geborene Umay flieht mit ihrem kleinen Sohn Cem vor ihrem gewalttätigen Ehemann aus Istanbul. Sie hofft auf ein besseres Leben in Berlin, doch ihre unerwartete Ankunft führt zu Konflikten. Ihre in Deutschland lebende Familie ist zwischen tradierten Konventionen und Ehrvorstellungen und der Liebe zu ihr hin und her gerissen. Am Ende entscheidet ihre Familie, Cem zu seinem Vater in die Türkei zurückzuschicken. Um ihren Sohn zu behalten, muss Umay wieder umziehen. Sie findet die Stärke, ein eigenes Leben aufzubauen. Doch ihre Sehnsucht nach der Liebe ihrer Familie treibt sie zu unglücklichen Versöhnungsversuchen. Sie realisiert dabei nicht, wie gefährlich ihr Kampf um Selbstbestimmung geworden ist.
„Akadimia Platonos“ (Kleine Wunder in Athen):
Jeden Tag öffnet Stavros die Rollläden seines Zigarettenladens, legt Zeitungen aus und stellt dann Stühle vor seinen Laden, auf denen er den ganzen Tag umgeben von einer grauen, staubigen Kulisse mit seinen Freunden sitzt. Stavros und seine Freunde mögen keine Ausländer. Eines Tages glaubt Stavros' Mutter in einem der albanischen Arbeiter ihren verlorenen Sohn zu erkennen, umarmt ihn und nennt ihn auf Albanisch „ihren Sohn“. Das schockt Stavros und die Frage, wie viel Albaner in ihm selbst steckt, bringt sein Leben aus dem Gleichgewicht und auch die Weltsicht seiner Freunde ins Wanken.
"Illégal“ (Illegal):
Tanja und ihr 14-jähriger Sohn Iwan sind illegale Einwanderer aus Russland, die seit acht Jahren in Belgien leben. Tanja lebt in ständiger Angst vor einer Polizeikontrolle, bis sie eines Tages festgenommen wird und Mutter und Sohn getrennt werden. Sie tut alles in ihrer Macht stehende, um ihren Sohn wiederzufinden, auch wenn ihr jederzeit Abschiebung droht.








