indigo http://www.indigowolfsburg.de indigo Stadtmagazin de PMK RSS Newsfeed Export (pmk_rssnewsexport) running on Typo3 CMS 4.1.1 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss 2007 SUBWAY Medien GmbH redaktion@subway.cc redaktion@subway.cc Stefanie Kulow "Reden statt schlagen" - Die 29-jährige Sozialpädagogin und Aikido-Fairness-Trainerin leitet die Wolfsburger Zweigstelle des Vereins "Nordlicht e.V.", der unter anderem Gewaltprävention und Hilfe bei Mobbing anbietet. http://www.indigowolfsburg.de/uploads/tx_mfarticle/SC_Gross_02.jpg
Die 29-jährige Sozialpädagogin und Aikido-Fairness-Trainerin leitet die Wolfsburger Zweigstelle des Vereins "Nordlicht e.V.", der unter anderem Gewaltprävention und Hilfe bei Mobbing anbietet. Sie ist unter (01 76) 20 90 19 23 oder skulow@nordlicht-ev.de erreichbar.&nbsp;<br /><br /><strong>Wieso hast du in Wolfsburg eine "Nordlicht"-Zweigstelle errichtet?<br /></strong>Wir haben bisher in Hamburg vier Zweigstellen und eine weitere in Lübeck.<strong> </strong>Da ich privat seit zwei Jahren viel in Wolfsburg bin, habe ich hier eine Niederlassung eröffnet. Außerdem ist Wolfsburg eine junge, dynamische und innovative Stadt - genau wie unser Verein. Ich möchte hier entsprechend der Bedarfslage sozialpädagogische Hilfsmaßnahmen anbieten, dazu zählen Gewaltprävention, Hilfe bei Mobbing, Erziehungstrainings für Eltern und Erzieher in Kitas, Familienhilfe und Einzelbetreuung.<br /><strong>Wie rekrutierst du deine Teilnehmer?<br /></strong>Die Aufträge bekommen wir größtenteils vom Jugendamt. Oft beauftragen uns Schulen für stiftungsfinanzierte Projekte oder ich stelle mich dort persönlich vor. Anfragen von anderen öffentlichen Institutionen bzw. Firmen erhalten wir auch. Und dann gibt es natürlich noch die Mund-zu-Mund-Propaganda, und Hilfesuchende melden sich direkt bei mir.<br /><strong>Welche Personen schließt ihr von euren Projekten aus?<br /></strong>Drogenabhängige Jugendliche kommen für die Gewaltpräventions-Projekte nicht in Frage und ebenso Personen, die überwiegend sexuelle Gewalt ausüben, weil es für diese beiden Gruppen andere Anlaufstellen und passendere Hilfsmöglichkeiten gibt.<br /><strong>Was versuchst du gewaltbereiten Menschen zu vermitteln?<br /></strong>Bei den Projekten gibt es immer Ziele. Eines ist beispielsweise die Erhöhung der Frustrationstoleranz, indem man über die individuelle Situation spricht. Wichtig sind auch das Erlernen alternativer Konfliktlösungsstrategien, also reden statt schlagen, und soziales Kompetenztraining. Dabei lernen die Teilnehmer auch immer etwas über Kommunikation, Körpersprache und die Wahrnehmung von Situationen. <br /><strong>Wie können sich Schüler vor Mobbing schützen?<br /></strong>Beim Mobbing geht es darum, dass Leute ihre eigenen Schwächen zu Lasten anderer kompensieren wollen. Hilfreich für Betroffene ist, dass sie sich jemandem anvertrauen und sich nicht zurückziehen. Eltern sollten ihren Kindern zuhören und sie ernst nehmen. Anzeichen für Mobbing sind oft Leistungsabfall, Verschlossenheit und Angst zur Schule zu gehen. Auch Lehrer sollten für das Thema offen sein und präventive Maßnahmen anbieten, die das Schulklima verbessern. Wir von "Nordlicht" stärken das Selbstbewusstsein der Opfer durch ein Gruppentraining und vermitteln ihnen, dass es nicht an ihnen liegt.<br /><strong>Nimmt die Jugendgewalt wirklich so stark zu?<br /></strong>Meiner Erfahrung nach schon, zumal auch die Bereitschaft wächst, Waffen zu benutzen. Hinzu kommen oft noch ausgeprägter Alkoholkonsum und Gewalt in Familien. Dementsprechend erhöhen sich die Nachfragen nach "Hilfen zur Erziehung" beim Jugendamt.
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