indigo http://www.indigowolfsburg.de indigo Stadtmagazin de PMK RSS Newsfeed Export (pmk_rssnewsexport) running on Typo3 CMS 4.1.1 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss 2007 SUBWAY Medien GmbH redaktion@subway.cc redaktion@subway.cc Auf dem Rennsteig Blitzlicht - Um der Schönheit deutscher Mittelgebirge zu frönen, folgte unser Redaktionsleiter dem Rennsteig - um festzustellen, dass Wolfsburg nicht nur bei Luthers Fluchtdomizil, sondern auch ganz in der Nähe von ... http://www.indigowolfsburg.de/uploads/tx_mfarticle/FE_Blitzlicht_01.jpg
Um der Schönheit deutscher Mittelgebirge zu frönen, folgte unser Redaktionsleiter dem Rennsteig - um festzustellen, dass Wolfsburg nicht nur bei Luthers Fluchtdomizil, sondern auch ganz in der Nähe von Doc Frankensteins Praxis liegt. Dieser Wegweiser befindet sich gegenüber der berühmten "wilden Sau”, einem Stein, der dazu einlädt, die innere Bestie abzulegen. Sind schon ein komisches Völkchen, die Thüringer.
http://www.indigowolfsburg.de?id=158&tx_mfarticle_pi1%5BshowUid%5D=1216&cHash=5897b83c6e&cHashTemp=833f899124&hnr=189 http://www.indigowolfsburg.de?id=158&tx_mfarticle_pi1%5BshowUid%5D=1216&cHash=5897b83c6e&cHashTemp=833f899124&hnr=189
Kunst oder kann weg? Die "Guerilla-Gruppe” Rehlachs im Gespräch - Die Gruppe Rehlachs baute selbst eine Ausstellung in der FuZo mit dem Titel "Urbane Überraschungen" auf. Doch die unangemeldeten Gedichte und Verzierungen wurden kurze Zeit später entsorgt. http://www.indigowolfsburg.de/uploads/tx_mfarticle/ST_BankNacht.jpg
<p align="left">Die Gruppe Rehlachs baute selbst eine Ausstellung in der FuZo mit dem Titel "Urbane Überraschungen" auf. Doch die unangemeldeten Gedichte und Verzierungen wurden kurze Zeit später entsorgt. Wolfsburg ist geteilter Meinung.&nbsp;<em><strong>indigo </strong></em>sprach mit dem Pressesprecher der anonymen Gruppe.<br /><br /><strong>Euer vollständiger Name ist: "Ein Reh aus Lachs im Wolfspelz". Wie ist der Titel zustande gekommen?</strong><br />Wir haben einen Namen gesucht und kamen aus verschiedenen Gründen auf Rehlachs. Zunächst, weil das Wort einen guten Klang hat, aber auch, weil wahrscheinlich jeder dazu eine Assoziation hat und etwas interpretieren kann. Wolfspelz ist natürlich sehr naheliegend. Das sind drei sehr unterschiedliche Symbole bzw. Tiere, die wir vereinen, und so drücken wir vielleicht schon die Struktur der Gruppe ein wenig aus, weil wir alle sehr unterschiedlich sind und trotzdem in dieser Gruppe verschmelzen. Dadurch bleiben wir anonym und treten als Individuum hinter der Gruppe zurück.<br /><br /><strong>Wie kam es zur Gruppengründung?<br /></strong>Eigentlich ganz spontan. Wir sind alle kulturell interessiert und auch künstlerisch begeistert. Dann saßen wir zusammen und dachten: Wie sieht es hier aus in Wolfsburg? Gibt es hier eine Art Szene? Es wird viel hergekauft und wir dachten, man könnte eigentlich mal selbst was machen, und vor allem schauen, wie die Wolfsburger darauf reagieren. Deswegen bewegen wir uns auch in der Innenstadt, damit viele Leute das Ergebnis sehen können. Wir möchten herausfinden, wie Wolfsburger reagieren, wenn sie mit Kultur, mit Kunst konfrontiert werden - in ihrem normalen Alltag, ohne dass sie extra in eine Ausstellung oder zu einer Veranstaltung gehen.<br /><br /><strong>Wie viele Leute seid ihr und was sind das für Leute?<br /></strong>Wir sind fünf eigentlich recht unterschiedliche Leute. Teilweise Studenten, teilweise Auszubildende. Wir haben also alle, sag ich mal, auch ein richtiges Leben. Hobbymäßig sind wir aber alle daran interessiert, uns selbst auszudrücken, vor allem künstlerisch, literarisch.<br /><br /><strong>Weshalb ist es euch so wichtig, anonym zu bleiben?<br /></strong>Der Grundgedanke von Anfang an war als Individuum zurückzutreten, weil man sonst schnell selbstdarstellerisch und selbstverliebt wird. Diesen Narzissmus wollten wir überwinden. Das Werk soll immer im Kontext der Gruppe zählen. Es soll nicht heißen: "Guck mal, ich hab das geschrieben, und meins ist jetzt am besten, und deins ist nur das Zweitbeste." Wir wollen im Endeffekt produzieren und nicht den Ruhm dafür einheimsen. Das ist quasi ein Experiment von uns gewesen und hat, wie es uns oft unterstellt wird, nichts damit zu tun, dass wir Angst vor Konsequenzen oder ähnliches hätten. <br /><br /><strong>Wen wollt ihr mit euren Aktionen erreichen?</strong><br />Wir wollen vor allem den, ich sage mal, Normalbürger Wolfsburgs erreichen und schauen, wie und ob er überhaupt darauf reagiert. Ob er etwas damit zu tun haben will oder nicht. Und ob er eine Rückmeldung geben will oder nicht.<br /><br /><strong>Welche Reaktionen habt ihr bisher auf eure Aktionen erlebt?</strong><br />Bis jetzt durchweg positiv. Wobei man unterscheiden muss: Die meisten Leute, die sich bei uns gemeldet haben, haben ohnehin viel mit dem Thema zu tun, viele Wolfsburger Künstler waren dabei, und natürlich auch die Stadtverwaltung. Oft können wir nicht genau differenzieren, ob es jemand ist, den es einfach interessiert, weil er es zufällig mitbekommen hat, oder jemand, der sich sowieso damit auseinandergesetzt hätte. Aber eigentlich wollten wir darauf hinaus, dass Leute über Folgendes nachdenken: "Wenn die so was machen können, dann kann ich so was auch machen. Vielleicht fange ich einfach mal an." Solche Reaktionen wollten wir eigentlich provozieren.<br /><br /><strong>Wofür steht Wolfsburg als Stadt für euch?</strong><br />Das ist natürlich eine sehr schwierige Frage. Da haben wir auch nicht unbedingt einen Konsens in der Gruppe. Allgemein kennt man vielleicht dieses Bild von außen, wie viele Zugezogene es gesehen haben, bevor sie hierher gekommen sind: Diese graue Arbeiterstadt, in der nicht viel passiert. Als typischer Wolfsburger oder auch als kulturinteressierter Wolfsburger weiß man aber, dass hier doch im Endeffekt sehr, sehr viel passiert, viel Geld für Kultur umgesetzt und viel angeboten wird. Da wirklich einen Konsens zu finden, ist für uns ziemlich schwierig in der Gruppe. Klar, wir kritisieren es, dass hier sehr viel Etabliertes hergeholt wird und wenig von unten - sagen wir mal - passiert. Und wir bemängeln es, dass es nicht unbedingt ein Netzwerk gibt von kleineren lokalen Künstlern. Auf jeden Fall nehmen wir das nicht so stark wahr, gerade für junge Leute. Ja, wie sehen wir Wolfsburg jetzt im Endeffekt? Es ist eine Mischung aus beidem. Wir haben das Gefühl, dass sehr viele Leute mit Scheuklappen durch die Gegend rennen und es interessiert sie eigentlich nicht wirklich, was passiert. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Leute, die sehr offen dafür sind und sich bewusst damit auseinandersetzen. Die Frage, was da überwiegt, vermögen wir auch nicht unbedingt zu beantworten.<br /><br /><strong>Ich meine aus den Gedichten auf eurer Homepage eine gewisse Hassliebe für Wolfsburg herauszulesen, kann man das so sagen?</strong><br />Das kann man auf jeden Fall so sagen, ja.<br /><br /><strong>Es gibt Institutionen wie den Kunstverein oder die Städtische Galerie, die Kunst bei freiem Eintritt und auch Veranstaltungen wie den arti anbieten, bei denen auch junge Künstler die Möglichkeit haben, ihre Werke zu zeigen. Was fehlt euch trotzdem in der Wolfsburger Kunstszene?</strong><br />Was uns fehlt ist vielleicht so eine Bewegung von unten, die wir auch mit anstoßen wollen. Der Kunstverein zum Beispiel, klar, der initiiert viel, und das finden wir natürlich auch gut. Wir wollen aber herausfinden, was ohne eine Institution passiert, die sagt: So, jetzt treffen wir uns und schreiben einen Preis aus, und jetzt guckt euch das an, guckt euch das an. Wir wollen vielmehr wissen, was es für Leute gibt, die in ihrem stillen Kämmerlein irgendetwas tun, irgendetwas produzieren, die vielleicht gar nicht den Mut haben, damit herauszukommen, weil sie ihren eigenen Produktionen noch gar nicht einen solchen Stellenwert angerechnet haben. Genau die wollten wir eigentlich bewusst mit unserer Aktion ansprechen. Deswegen heißen wir diese Institutionen trotzdem gut, aber uns fehlt ein bisschen diese Bewegung von den Leuten selber. <br /><br /><strong>Ihr habt euch den Joseph-Beuys-Ausspruch "Jeder Mensch ist ein Künstler" als Motto vorangestellt. Was versteht ihr unter solcher künstlerischer Produktivität?<br /></strong>Im Prinzip eine allgemeine Definition: Man produziert etwas, was nicht unbedingt den Zweck hat, für etwas Bestimmtes da zu sein, im Sinne von Industrie oder ähnlichem. Sondern man produziert etwas, einfach um sich selbst auszudrücken, um einen bestimmten Gedanken, den man hat, zu zeigen, oder ein Bild zu verwirklichen, das man im Kopf hat. Darüberhinaus vielleicht auch, dass einem wichtig ist, dass das auch jemand sieht, was man gedacht hat. Klar, jeder, der etwas schreibt, möchte, dass es jemand liest, und darüber vielleicht auch reden, und auch, dass darüber geredet wird. Das ist schon der weitläufige Gedanke, den wir dahinter haben: Etwas künstlerisches machen, etwas herstellen, was man nicht unbedingt selber braucht, um es zu benutzen. Sondern es ist ein Kunstobjekt, das ich hergestellt habe - ob das jetzt ein Text ist oder ein Bild oder ein Foto ist, spielt keine Rolle - und damit wollte ich etwas ausdrücken. Also guck dir das mal bitte an!<br /><br /><strong>Was war euch wichtig an der Aktion "Urbane Überraschungen"?</strong><br />Uns war wichtig, dass es, klar, erstmal eine Überraschung geben sollte. Es wusste außer uns niemand, dass etwas passieren wird. In der Innenstadt, vor der City-Galerie, wo viele Leute lang gehen und dort das tun, was sie jeden Tag tun, also irgendwelche Besorgungen erledigen oder von der Arbeit zum Supermarkt gehen und ähnliches. Und auf einmal werden sie dadurch überrascht dadurch, dass die Umgebung anders aussieht als sie sonst aussieht, indem zum Beispiel Mülleimer verpackt sind, oder sie setzen sich auf eine Bank und auf einmal klebt da ein Gedicht. Dann kann man sich das durchlesen oder nicht. Insofern ist es natürlich eine Überraschung und wir dachten, dadurch erreichen wir am meisten Leute. Sonst muss man extra in eine Ausstellung oder zu einer Veranstaltung gehen, um mit Kultur in Kontakt gebracht zu werden, und hier war es jetzt so: Man tut das, was man immer tut, und auf einmal ist es da. Und man kann drüber nachdenken oder es ignorieren.<br /><br /><strong>Wie habt ihr auf das sofortige Entfernen eurer Ausstellung reagiert?</strong><br />Wir waren natürlich ein bisschen entsetzt. Das haben wir so nicht einkalkuliert. Wir waren total übermüdet und noch im Adrenalinrausch, und dann haben wir gesehen: Okay, es ist weg. Was machen wir jetzt? So kam es dann überhaupt erst dazu, dass wir die Zeitungen und die Stadt angeschrieben haben und uns viel mehr Aufmerksamkeit genommen haben, als wir sie uns eigentlich nehmen wollten. Natürlich haben wir uns dadurch Aufmerksamkeit genommen, dass wie die Ausstellung installiert haben, aber wir wollten eigentlich nur, dass die Leute es sehen, und wir wollten es dann abends wieder abbauen. Und dann mal gucken, ob jemand darüber redet. Und so haben wir die Diskussion dann tatsächlich mehr provoziert, als wie es eigentlich vorhatten. <br /><br /><strong>War es von eurer Seite also eingeplant, die Installation selbstständig wieder abzubauen?<br /></strong>Ja. Das haben wir hoffentlich deutlich genug auf unserer Homepage geschrieben. Wir haben auch an die Mülleimer kleine Zettel geklebt, auf denen stand, dass wir es abends wieder abbauen. Weil wir schon dachten: Vielleicht kommt jemand, um den Müll auszuleeren. Wir haben das Geschenkpapier auch so drumgewickelt, dass alles auf jeden Fall benutzungsfähig war. Selbst die Tür zum Entleeren des Mülleimers war frei. So, haben wir gedacht, wird es nicht entfernt, weil wir natürlich wollten, dass es den Tag über bleibt und wir es dann abends abbauen und dann ist die Sache vorbei.<br /><br /><strong>Was für Reaktion kamen auf eure Anfragen?</strong><br />Eine persönliche Nachricht von der Stadtverwaltung kam gar nicht. Es gab keine Email und auch nichts auf unserem Blog. Nur die Stellungnahme von Frau Wichmann am Dienstag und letztendlich das Interview mit Herrn Muth am Donnerstag. <br /><br /><strong>Habt ihr euch von ihnen ernst genommen gefühlt?</strong><br />Nein, nicht wirklich. Wir wussten nicht genau, was wir davon halten sollen und haben daraufhin die "Stellungnahme II" geschrieben, in der wir versucht haben, alles ein bisschen aufzugreifen. Aber ernst genommen gefühlt haben wir uns nicht, gerade wenn jemand sagt: Junge Leute können zu Hause irgendwas machen und ein Atelier einrichten und dann die Öffentlichkeit einladen, und die feiern das dann. Da kamen wir uns im Grunde schon ein bisschen verarscht vor.<br /><br /><strong>Wie steht ihr zu Vandalismus und Graffiti, also Ausdrucksformen, bei denen offensichtlich ist, dass sie Sachbeschädigung darstellen?</strong><br />Wir persönliches wollen das nicht machen. Unser erklärtes Ziel ist es, nichts illegales zu tun. Und da Graffiti offensichtlich illegal ist, weil es Sachbeschädigung darstellt, ist das für uns kein Ausdrucksmittel. Wie wir das selber finden, wenn wir es sehen, ist vielleicht eine ganz andere Sache. Aber es selber anbringen wollen wir nicht - und wir machen es auch privat außerhalb der Gruppe nicht, weil wir das gar nicht können, weil es keine Ausdrucksform von uns ist. Es bestimmt einen Teil der urbanen Kultur, und wir finden es teilweise grundsätzlich schön anzusehen, aber machen wollen wir das nicht. Hatten wir nie vor und werden wir auch nicht tun. <br /><br /><strong>Inwiefern kann Streetart mehr bewirken als Kunst in Ausstellungen?</strong><br />Die Leute sind in ihrem normalen Umfeld und auf einmal sehen sie etwas, oder sie übersehen es vielleicht auch. Die meisten sehen es, ob sie es bewusst wahrnehmen oder nicht, und wenn sie es bewusst wahrnehmen, setzen sie sich vielleicht damit auseinander. Und das ist natürlich etwas anderes, als wenn man in eine Ausstellung geht und bewusst sagt: Okay, ich gehe heute abend in die Ausstellung und guck mir das an und denke ein bisschen drüber nach und dann ist es vorbei. Man erreicht mit Streetart mehr Leute und natürlich auch solche, die von sich von sich aus vielleicht nicht mit Kunst in irgendeiner Form auseinandersetzen würden.<br /><br /><strong>Ihr habt Gedichte gewählt von Georg Trakl und Georg Heym, Autoren mit einem durchaus negativen Blick auf die Großstadt. Weshalb gerade deren Werke?<br /></strong>Wir haben allgemein zu den Themen Lyrik und Stadt recherchiert und kamen schnell auf diese Großstadtlyrik, weil sie uns einfach besonders angesprochen hat. Das ist natürlich ein Thema, weil wir in der Großstadt leben und uns fragen, wie wir diese empfinden. Auch in unseren Texten kommt ein bisschen raus, dass es da viel zu kritisieren gibt. Deshalb haben wir diese Texte ausgewählt und dazugestellt, weil es das ist, was wir ausdrücken wollten. Der Hintergrund, bekannte oder relativ bekannte Literaten zu nehmen, war, dass jemand das einfach liest. Man kennt so Namen wie Goethe, es war auch ein Goethe-Gedicht dabei, und viele Leute haben vielleicht noch nie was von Goethe gelesen, von Heym und Trakl wahrscheinlich noch weniger. Unsere Intention dahinter war es zu sagen: Ihr kennt wahrscheinlich den Namen, jetzt lest doch mal ein Werk von ihm, wenn ihr möchtet, und macht euch einen Begriff davon, was der überhaupt geschrieben hat. Und da wir das Oberthema "Urbane Überraschungen" für uns schon ausgewählt hatten, haben wir natürlich versucht, kontextnah zu bleiben.<br /><br /><strong>Inwiefern ist Wolfsburg durch Industrie und serielle Produktion geprägt?</strong><br />Wahrscheinlich sehr, sehr stark. Unser Empfinden als hier geborene Ur-Wolfsburger ist es, dass VW immer irgendwie in den Köpfen der Leute steckt, auch wenn man als Stadt oder als Bürger wahrscheinlich nicht mehr so abhängig ist, wie man es von früher so hört. Das können wir persönlich nicht sagen, dass es wirklich so war, wir waren ja vor zwanzig oder dreißig Jahren nicht dabei. Vor zehn Jahren vielleicht schon. Aber ich glaube, in den Köpfen ist es immer noch ein ganz großes Thema. Auch damals in der Schule wollten 80 Prozent der Klasse zu VW, es ist einfach der größte Arbeitgeber hier. Es gibt immer irgendwen, der bei VW arbeitet, wo natürlich gutes Geld bezahlt wird. Es ist die Frage, ob man dort arbeiten möchte, weil man die Arbeit gut findet oder weil man da viel Geld für die Arbeit bekommt. Dadurch hält sich VW halt in den Köpfen. VW macht auch sehr viel Gutes, das will ich gar nicht verneinen, trotzdem denke ich, es gibt mindestens in den Köpfen noch eine große Abhängigkeit von diesem Konzern.<br /><br /><strong>In welcher Traditionslinie seht ihr euch mit eurer Aktionskunst?</strong><br />Wir haben uns nicht wirklich Gedanken drüber gemacht, in welcher Tradition wir mit unserer Aktion stehen. Wir haben es einfach gemacht. Darüber haben wir uns auch gar nicht wirklich geeinigt und auch nicht intensiv gesprochen. Vielleicht - unter Vorbehalt, weil Joseph Beuys bereits angesprochen wurde - ist es, zumindest von der Ideologie her, die hinter der Sache steht, Stichwort: Freie Universität, Stichwort: "Jeder Mensch ist ein Künstler" dann doch vielleicht ein bisschen diese Tradition. Aber das sage ich jetzt und das ist kein geeinigter Konsens der Gruppe. <br /><br /><strong>Habt ihr weitere Lieblingskunstwerke bzw. Künstler?</strong><br />Das ist schwer zu beantworten. Da hat jeder bestimmt sein eigenes Lieblingskunstwerk und auch seinen eigenen Künstler, den er gerne liest, gerne anguckt, sich gerne mit ihm auseinandersetzt. Für die ganze Gruppe gibt es keinen Künstler, der im Mittelpunkt steht. Das ist also eine Frage für jeden selber, das kann ich nicht beantworten.<br /><br /><strong>Ich würde gern nochmal auf die Situation mit der Stadt zurückkommen. Ihr schreibt auf eurer Homepage: "Annahme der Kriegserklärung". Was genau meint ihr damit?</strong><br />Da waren wir ein bisschen sauer und übermüdet und haben das vielleicht ein bisschen krasser gesehen als einen Tag später. Der grobe Gedanke war: Okay, wir haben was versucht, wir haben es gemacht, vielleicht haben sie das ein bisschen als Kriegserklärung gesehen. Die sehen diese Installation jetzt als Kriegserklärung. Wenn die diesen Kurs fahren wollen, wir fahren ihn gerne mit und geben nicht auf. Sondern im Gegenteil ist das für eine Motivation, da nicht aufzuhören und da weiterzumachen.<br /><br /><strong>Wo seht ihr die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst?<br /></strong>Das haben wir in der Gruppe oft angesprochen. Sind wir überhaupt Künstler? Ist das überhaupt Kunst, was wir gemacht haben? Für uns natürlich erstmal ja, klar, das ist Kunst. Wie gut die Kunstwerke letztendlich sind, muss dann auch jeder von uns und jeder, der es sieht, selber entscheiden. Aber es ist für uns auf jeden Fall schon mal Kunst, zu sagen: Wir machen jetzt was, wir installieren was und zeigen den Leuten etwas, was nicht normal, nicht alltäglich ist. Insofern ist es Kunst, über die Qualität dieser Kunst muss sich jeder Einzelne streiten. Das kann man nicht so pauschal sagen.<br /><br /><strong>Was darf Kunst heute - und wo ist die Grenze?</strong><br />Prinzipiell darf Kunst erstmal alles. Dann muss man aber natürlich unterscheiden, was man als Künstler möchte. Wir sagen zum Beispiel, wir wollen nichts Illegales tun. Das ist die große Grenze, die wir auf jeden Fall haben, und ich denke, das werden auch die meisten so sehen. Ansonsten gibt es in der Kunst keine Grenzen, die wir sehen. Es ist ja eigentlich auch schon eine Grenze, ungefragt etwas zu installieren in der Stadt. Aber wir haben gesagt: Genau das darf Kunst, und sollte es auch dürfen und tun.<br /><br /><strong>Was erwidert ihr Leuten, die sagen, eure Aktion wäre Erregung öffentlichen Ärgernisses oder auf andere Arten nicht in Ordnung?</strong><br />Das kann man natürlich so sehen, aber es ist nicht mehr Sachbeschädigung als seinen Müll unsachgemäß zu entsorgen, irgendwas auf Bänken liegenzulassen oder seine Bierflaschen neben den Mülleimer zu stellen. Mehr Erregung öffentlichen Ärgernisses als das war es definitiv nicht. <br /><br /><strong>Man könnte sogar einen Schritt weitergehen und sagen: Niemand würde ein Gedicht von Trakl als Müll bezeichnen - in Kontext dieser Argumentation aber doch als Müll werten. Setzt man so die leere Bierflasche mit einer Seite Goethe gleich?</strong><br />Das ist genau die Frage. Wenn ich ein Kunstwerk entsorge, ist es dann Müll oder nicht? Ich denke, es kommt auf die Intention dahinter an. Wenn ich es wegwerfe, weil ich es für Müll halte, dann ist es wohl Müll, und wenn ich was aufstelle, weil ich glaube, dass es Kunst ist, ist es zumindest für mich Kunst. Wenn ich ein entsorgtes Gemälde finde, kann es für mich immer noch Kunst sein und ich nehme es mir mit. Schade, dass ein Herr Muth es dagegen als Müll interpretiert.<br /><br /><strong>Was denkst du über die gefallenen Begriffe "Kulturterrorismus" oder "Kunst-Guerilla"?</strong><br />Als Kunst-Guerilla haben wir uns eingangs selbst betitelt. Gar nicht aus einem kriminellen Hintergrund, sondern man tut etwas versteckt, man zeigt sich nicht und schlägt dann zu. Terroristen sind wir aber keineswegs. Und wir haben auch nicht vor, irgendwelche nicht vorhandenen Waffenarsenale aufzustocken oder krasser oder illegaler zu werden. Also als Terroristen lassen wir uns nicht bezeichnen, legale Guerilla würden wir noch durchgehen lassen.<br /><br /><strong>Das heißt, ihr werdet für kommende Aktionen wieder in die Innenstadt gehen?<br /></strong>Ich denke ja. <br /><br /><strong>Welche Rolle spielt das Internet für euch?</strong><br />Das Internet, sprich unsere Homepage, sollte eigentlich nur die Möglichkeit bieten, ein Feedback zu geben für denjenigen, der unser Ausstellung sieht und uns vielleicht etwas sagen möchte. Nicht nur unsere Email-Adresse ist wichtig, sondern auch die Texte und die Fotos zum Anschauen, falls man es nicht gesehen oder später erst davon gehört hat. Das war die Intention hinter der Seite. Aber dadurch, dass man im Endeffekt gar nicht viel von der Installation sehen konnte, wurde die Homepage sehr viel wichtiger, weil viele Leute erst dadurch gesehen haben, was wir alles gemacht haben: Texte geschrieben und ausgehangen. Ob das nun schlecht ist oder nicht, mag jeder selbst entscheiden. Und genau dieses Feedback ist der wichtigste Punkt an unserer Seite. Wir kriegen auch jetzt noch einige Kommentare, viele Nachrichten, viele Emails, und vor diesem Hintergrund ist das Internet eine sehr wichtige Plattform für uns geworden.<br /><br /><strong>Was sind eure Forderungen? Wann währt ihr als Gruppe zufrieden, wenn ihr was erreicht habt?<br /></strong>Wir haben auf jeden Fall jetzt schon mehr erreicht als wir uns vorher hätten ausmalen können. Es ist eine öffentliche Diskussion entstanden, sogar mit der Stadtverwaltung, was wir gar nicht einberechnet hatten. Es haben sich viele Leute damit auseinandergesetzt und sich die Mühe gemacht, uns zu schreiben und ihre Meinung dazu zu sagen. Von daher haben wir mehr erreicht als wir erreichen wollten. Wenn wir einen Kommentar bekommen hätten, wo jemand seine ehrliche Meinung dazu sagt, dann wäre das schon eine gute Sache gewesen. Und jetzt auf einmal haben wir viele Leute, die viele Meinungen dazu haben. Auch wenn die meisten durchaus positiv sind, gibt es auch Leute, die sagen: Das hätte man auch anders machen können. Und was wir in Zukunft noch erreichen wollen, wissen wir noch gar nicht so genau. Auf jeden Fall haben wir eingangs mal gesagt: "Was ist der Rehlachs, was soll diese Gruppe?": Es gibt hier vielleicht Missstände, vielleicht sieht man die, vielleicht nicht. Auf jeden Fall wollen wir vernetzen statt meckern. Also Gespräche darüber führen, vielleicht Projekt planen, vielleicht auch ein ähnliches wie dieses, und es dann einfach machen, uns nicht damit zufrieden geben, wie es ist, wenn es einen stört, sondern aktiv etwas daran ändern. Da hoffen wir dann auch, dass noch mehr von anderen kommt, die ebenfalls sagen: Ich verwirkliche einfach mal die Idee, die ich zu diesem Thema im Kopf habe und gründe eine Plattform, um mich auszutauschen, oder was jedem einzelnen da einfällt.<br /><br /><strong>Euer Ziel kann es ja nicht sein, gegen Institutionen wie den Kunstverein oder das Kunstmuseum zu kämpfen, weil sie im Grunde dasselbe wollen wir ihr: Kultur transportieren und Gedanken anregen, die der industrielle Raum nicht bieten kann. Wie hebt ihr euch davon ab?</strong><br />Vielleicht dadurch, dass wir, wie wir sagen, von unten kommen. Dass wir nicht versuchen, als Institution etwas herbeizuzwingen oder einfach nur den Raum dafür bereitzustellen. Wir sind unabhängig von der Stadt, unabhängig von den Leuten, die hier sind, unabhängig von den Strukturen, die hier schon bestehen. Wir möchten unseren Schattenplatz haben und selber das tun, was wir tun möchten. Also produzieren und das Resultat jemandem zeigen, ohne sich unbedingt dafür bei einem Wettbewerb bewerben zu müssen und darauf zu hoffen, dass man da gewinnt oder nicht gewinnt, sondern halt unabhängig von Institutionen sich auszutauschen, was zu planen und in die Tat umzusetzen.<br /><br /><strong>Wolfsburg ist trotz allem eine Stadt, die versucht, sich durch Angebote wie das Phaeno, den Kunstverein oder die Autostadt über die Industrie hinaus zu positionieren und Gedanken anzuregen. Weshalb ist es gerade Wolfsburg die Stadt, die Aktionen wie "Urbane Überraschungen" nötig hat?</strong><br />Einfach um zu zeigen, dass es auch etwas gibt jenseits der etablierten Kunst, jenseits dessen, was man einfach hierherkaufen kann, sondern dass es auch gerade in einer Stadt, die das Image hat - bei vielen jungen Leuten außerhalb Wolfsburgs zumindest - eine Arbeiterstadt und graue Industriestadt zu sein, in der nicht viel passiert, der Wunsch nach Veränderung da ist. Ich meine, viele Leute, die hier herkommen, sind überrascht, wie grün es hier eigentlich ist, und was hier tatsächlich alles angeboten wird. Und vielleicht sind sie noch überraschter, wenn sie sehen, dass es hier auch Leute gibt, die sich selbst einen Kopf um ihre Stadt machen, um Kultur machen, und dass dann auch durchziehen und für diesen Gedanken leben. Ich denke, das ist kein Widerspruch, sondern eine Ergänzung, die auch oder gerade Wolfsburg sehr nötig hat.<br /><br /><strong>Wäre das der Grund, warum die Stadt auch eine unangemeldete Aktion wie "Urbane Überraschungen" bestehen lassen sollte, auch wenn es ihre Pflicht ist, die Stadt sauber zu halten?<br /></strong>Das hätte sie machen können, ja. Natürlich haben die in dem Moment nur ihre Pflichten zu erfüllen, das ist uns klar. Und hätten sie es nicht gemacht, hätte es vielleicht diese große Diskussion, die jetzt entstanden ist, gar nicht gegeben. Von daher war lief es in diesem Sinne natürlich gut für uns. Vielleicht wäre es aber auch gut gewesen, zu sagen: Okay, da hat jemand etwas gemacht, der möchte das auch zeigen, und er hat sogar angekündigt, er macht es selbst wieder weg. Dann lassen wir es einfach mal stehen und überlassen es dem Selbstzweck, nämlich dem, dass die Bürger es sehen und sich damit auseinandersetzen oder nicht. Von daher denke ich, man hätte es auf jeden Fall bestehen lassen können, wenn man die Zeit gehabt hätte, darüber nachzudenken.<br /><br /><strong>Angemeldete Ausstellungen wären natürlich kein Problem, wenn man sie vorher mit der Stadt absprechen würde. Schließlich muss diese ja für Sauberkeit sorgen. Weshalb also nicht diese Möglichkeit nutzen, für die Bürger wäre es ja immer noch eine Überraschung?</strong><br />Das haben wir diesmal im Vorfeld einfach nicht gemacht, weil wir alles so spontan ausgeführt haben. Auch bei uns ist das noch eine wichtige Frage: Gehen wir jetzt auf die Stadt offen zu und sprechen unsere Aktionen mit ihr ab? Obwohl wir jetzt schon so viel Aufsehen erregt haben, auch bei der Stadt. Ob wir es nun machen werden oder nicht, darüber gibt es bei uns noch keinen Konsens. Es ist noch immer die Frage, ob wir das auch wirklich wollen.<br /><br /><strong>Wäre es für euch eventuelle Option, auch mal im öffentlichen Rahmen auf "etabliertem Wege" auszustellen?</strong><br />Vorstellen kann man sich das bestimmt. Diesmal war es halt unsere Vorstellung, das nicht zu tun und ganz bewusst in die Innenstadt zu gehen, in den Raum, der sonst keine Ausstellungsfläche ist, und dort etwas zu zeigen. Gerade um die Leute anzusprechen. Ob wir in ein paar Monaten oder in ein paar Jahren nochmal eine "richtige" Ausstellung haben werden, das bleibt erstmal jedem von uns selbst überlassen. Und als Gruppe wissen wir auch noch nicht genau, wie sich das hier entwickeln wird. Ausschließen kann man es nicht, jetzt im Moment wollen wir es aber definitiv nicht.<br /><br /><strong>Vielen Dank, dass ihr zu einem&nbsp;Interview mit uns bereit gewesen seid!</strong></p>
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Jenseits des Mechatronikers Zwei Jahrgänge gehen 2011 vom Gymnasium ab - die Agentur für Arbeit sorgt vor - Oliver Pocher lacht mitten im Raum von einem Pappaufsteller herab, auf einem BRAVO-Extraheft grinst Schauspielerin Emma Watson aus "Harry Potter". Die coolsten Jobs der Zukunft stellt sie in bunten Traumjob-Broschüren zwischen ... http://www.indigowolfsburg.de/uploads/tx_mfarticle/ST_Arbeitsamt.jpg
Oliver Pocher lacht mitten im Raum von einem Pappaufsteller herab, auf einem BRAVO-Extraheft grinst Schauspielerin Emma Watson aus "Harry Potter". Die coolsten Jobs der Zukunft stellt sie in bunten Traumjob-Broschüren zwischen vielen anderen Stars vor. Während einige Besucher auf ihren Tastaturen tippen, läuft das junge Team in der Agentur für Arbeit mit Akten und Mappen durch die Gegend oder gestikuliert am Telefon. <br /><br />Besonders an Ausbildungsplätzen sind die Berufsberater interessiert. Immerhin gehen 2011 gleich zwei Jahrgänge von den Gymnasien ab. Da müsse man manchmal etwas länger nerven, bis die Betriebe noch weitere Plätze anbieten, im Einzelfall auch mal mit Fördermitteln zur Seite stehen, verrät Dinah Fritsch, Arbeitsvermittlerin im Arbeitgeberservice. 2011 werden in Wolfsburg um die 570 zusätzlichen Abiturienten von den Gymnasien abgehen. Da rund ein Drittel von ihnen im Regelfall nicht studiert, sondern einen Ausbildungsplatz sucht, müssen 160 bis 170 zusätzliche Stellen her. "Das ist eine Herausforderung an den Arbeitsmarkt", so Dinah Fritsch. Nur muss von vornherein verhindert werden, dass dieses Problem auf den Schultern der Real- und Hauptschüler lasten wird, besonders auf denen, deren Noten nicht zu den Allerbesten gehören. Denn Gymnasiasten kommen in der Regel leichter an die Plätze heran.<br /><br />4266 Einwohner sind in Wolfsburg arbeitssuchend gemeldet, davon sind 616 unter 25. Aber aus diesen Zahlen fallen zahlreiche Gruppen völlig heraus - darunter viele der Jugendlichen, die noch zur Schule gehen oder einen Ausbildungsplatz suchen 2009 sah die Situation hier wie folgt aus: 1402 Ausbildungsplätze wurden für den Jahrgang 2010 in Wolfsburg angeboten, auf die insgesamt 925 Wolfsburger Bewerber reagierten. Der Rest konnte häufig mit Bewerbern aus Gifhorn oder Helmstedt besetzt werden, wo ein umgekehrtes Verhältnis besteht: Weit mehr Interessenten als freie Stelle bei den Nachbarn. Silvia Tomkowiak, Teamleiterin der Berufsberatung, sieht ein Verteilungsproblem, da einige große Betriebe die gesamte Region ziehen und locker zehnmal mehr Bewerbungen eingehen als Stellen vergeben werden können, wobei kleinere auf der (Azubidurst-)Strecke bleiben: "Viele Jugendliche denken nur an die ganz großen Betriebe und stehen dann ratlos da, wenn sie eine Absage bekommen. Deshalb sollte man nicht nur auf ein Pferd setzen." Wenn dort nämlich die Absagen beispielsweise im November rausgehen, ist es oft schon zu spät für weitere Bewerbungen - zumindest bei den großen Firmen. Bei den kleineren Betrieben sieht es da oft ganz anders aus: Immer noch gibt es in vielen Betrieben Plätze, die spontan von einen Tag auf den anderen vermittelt werden können.<br /><br />Und die hängen in der Agentur für Arbeit aus, sichtbar für jeden Ausbildungssucher. Zahlen verraten, in welchen Branchen noch Azubis gebraucht werden, daher die Faustregel: Bloß nicht auf einen speziellen Job festlegen. Oft gibt es etwas abseits nicht minder interessante, aber weit weniger ausgebuchte Stellen. Über das alles rund ums Thema Bewerben und Ausbildung informiert die Agentur für Arbeit Wolfsburg, die oftmals sogar als Türöffner in das ein- oder andere Unternehmen dienen kann. Vorbeischauen kann jeder, sich vom speziell für Jugendliche geschultem Personal helfen oder sich von einem bunten Programm beraten lassen, welcher Beruf zum Charakter und zu den Fähigkeiten passt - sogar, welche Fähigkeiten man denn nun eigentlich hat. (Auch wenn der zuständige Redakteur nachwievor nicht herausfinden konnte, was ein Dorfvater macht oder was für Tätigkeiten ein Diätassistent genau ausführt). Auf <link http://www.arbeitsagentur.de/>www.arbeitsagentur.de</link> gibt es weitere Infos, und für Fragen ist die Agentur für Arbeit in der Porschestraße 2 ohnehin jederzeit offen. Am 30. September von 9 bis 14 Uhr sogar mit einer Ausbildungsbörse, bei der zahlreiche Unternehmen anwesend sein werden, Bewerbungsmappen geprüft und professionelle Fotos gemacht werden können. Und vielleicht ist auch Emma Watson anwesend. Wenn auch nur, um ein bisschen für den richtigen Job zu verzaubern.
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"Fußball ist Platz 1 bis 5" WM-Stürmer Kai Hospelt vom EHC Wolfsburg im Interview - Hochmotiviert starten die Grizzly Adams in die neue Bundesligasaison und empfangen am 3.9. den amtierenden Meister Hannover.&nbsp;<em><strong>indigo </strong></em>sprach mit Stürmer Kai Hospelt. http://www.indigowolfsburg.de/uploads/tx_mfarticle/ST_EHC-Duesseldorf_0244_01.jpg
<p align="left">Hochmotiviert starten die Grizzly Adams in die neue Bundesligasaison und empfangen am 3.9. den amtierenden Meister Hannover.&nbsp;<em><strong>indigo </strong></em>sprach mit Stürmer Kai Hospelt.<br /><br /><strong>Was fasziniert dich an Eishockey?<br /></strong>Eishockey ist ein sehr schneller Sport und vor allem ein Mannschaftssport, das für mich besonders wichtig. Denn es wäre nichts für nichts, wenn ich wie zum Beispiel beim Tennis oder Golf allein spielen müsste. In einer Gruppe zu spielen, ist mir wichtig. Ich habe bereits früh angefangen Eishockey zu spielen, mit vier, fünf Jahren und als Kind merkt man schnell, was einem gefällt und was nicht.<br /><br /><strong>Welche Eigenschaften sollte ein Eishockeyspieler haben?<br /></strong>Ich denke, Talent braucht man überall. Aber beim Eishockey ist es besonders wichtig, dass man den Willen hat hart zu arbeiten. Und wenn man Profi werden will, muss man auch dazu bereit sein, über das Training hinaus weiter an sich zu arbeiten. Wie bei allen Mannschaftssportarten sollte man einen erträglichen Charakter haben, das heißt keine Probleme damit haben im Team zu arbeiten.<br /><br /><strong>Was ist dieses besagte Extra, was man mehr als Profi mehr tun muss?<br /></strong>Das fängt schon vor einer Profikarriere an. Man muss merken, dass man auch neben den Training mal extra laufen und trainieren muss. Heutzutage hat man als Profi das Glück, dass man mit der Mannschaft genauso oft trainiert, wie es auch sinnvoll und richtig ist. Da braucht man nur im Sommer für sich mal was extra zu machen.<br /><br /><strong>Wie sieht ein typischer Tag für dich aus?<br /></strong>Da gibt es Unterschiede. Jetzt in der Saisonvorbereitung zum Beispiel fahren wir um 8 Uhr mit der Mannschaft los, dann ist gemeinsames Aufwärmen. Je nachdem gehen wir dann erst auf das Eis und dann in den Kraftraum oder umgekehrt. Dann ist ab 12 Uhr Mittagspause. Abends ist dann nochmal anderthalb Stunden Training auf dem Eis. In der Saison hängen dann die Trainingseinheiten davon ab, wie viele Spiele wir haben.<br /><br /><strong>Es geht jetzt im September auf die Saison zu. Legt ihr auf die Vorbereitung jetzt nochmal einen drauf?<br /></strong>Jetzt im Sommer haben wir uns alle mit Ausdauer-und Krafttraining fit gemacht. Jetzt geht's wieder verstärkt auf das Eis, deswegen trainieren wir jetzt mehr als unter der Saison.<br /><br /><strong>Gibt es einen Unterschied, ob man sich für die Nationalmannschaft oder die Bundesliga vorbereitet?<br /></strong>Die Vorbereitung läuft ja das ganze Jahr. Das heißt, man trainiert im Verein, damit man gut spielt und sich für die Nationalmannschaft empfehlen kann. Das Training für die WM an sich, in der Nationalmannschaft, ist dann verstärkt taktisch: Wer aus welchem Verein passt gut zusammen? Man muss sich an das System in der Nationalmannschaft gewöhnen, denn jeder Trainer trainiert nun mal anders.<br /><br /><strong>Wie groß ist die Umstellung von der Nationalmannschaft auf die Grizzly Adams?<br /></strong>Das kommt immer drauf an, welche Rolle und welche Aufgaben man im jeweiligen Team hat. Bei mir ist die Umstellung nicht so groß: In der Nationalmannschaft spielen super Spieler und unsere Truppe in Wolfsburg ist auch klasse besetzt. Die Umstellungen sind dann taktische Kleinigkeiten.<br /><br /><strong>Was passiert bei dir als Stürmer im Kopf, wenn du die Chance siehst ein Tor zu machen?<br /></strong>Das ist schwer zu beschreiben, denn das passiert alles so schnell auf dem Eis. Wenn man schon lange Eishockey spielt, weiß man, wie sich manche Situationen entwickelt könnten. Da denkt man nicht lange nach, sondern reagiert nur. Das sind einfach Abläufe, die man immer wieder macht.<br /><br /><strong>Und wie fühlt sich das an, wenn dir dann ein entscheidender Treffer gelingt?</strong>In dem Moment, wo das Tor gemacht ist, ist eine große Erleichterung. Wenn man das Tor selber macht, ist es dann noch eine gewisse Befriedigung. Aber auch wenn man eines vorbereitet, ist es ein ähnliches Gefühl.<br /><br /><strong>Nochmal zur Nationalmannschaft: Wie hast du den Überraschungssieg gegen die USA erlebt?<br /></strong>Uns war im Vorfeld klar, dass wir die Außenseiter sind und dass wir nur mit einer absoluten Topleistung gewinnen können. Ich denke, uns hat die große Kulisse enorm gepusht, die Fans standen alle hinter uns. Vielleicht waren die Amerikaner davon auch beeindruckt. Ich denke, es war der typische Fall, dass ein Außenseiter über sich hinaus wachsen kann. Das war dann ein super Start für die WM. Denn dadurch wurde eine Euphorie im Team entfacht. Natürlich gehört auch immer ein wenig Glück dazu, aber ich denke, wir haben uns das schon verdient.<br /><br /><strong>Inwiefern wäre für die Deutsche Nationalmannschaft noch mehr drin gewesen?<br /></strong>Das ist immer schwer zu sagen. Der vierte Platz war für uns schon ein super Erfolg. Im Halbfinale gegen die Russen hatten wir gute Chancen auf eine Medaille, denn da sind wir nur knapp gescheitert. Aber das war einfach eine Topmannschaft, die ihre Chancen nutzt. Im Spiel um Platz drei haben wir zwar auch gut gespielt, waren jedoch nicht mehr so frisch wie vorher. Ich meine nicht körperlich, sondern mental. Die Niederlage zuvor war wie eine Bremse, deshalb war die folgende klarer als die im Halbfinale.<br /><strong><br />Wie zufrieden warst du mit dem Fansupport in Deutschland?<br /></strong>Der war super, wirklich klasse. Das hat bei dem Eröffnungsspiel angefangen, denn da waren schon viele Fans da. Und es ging auch bei den anderen Spielen so weiter. Unsere Spiele waren immer voll und wir hatten super Unterstützung von den Fans. Das braucht man auch als Heimmannschaft und das hat uns sehr gepusht.<br /><br /><strong>Und wie sieht das in Wolfsburg aus?<br /></strong>Dort ist es schade, dass nicht immer so viele Leute kommen. Aber die Fans, die da sind, unterstützen uns super und geben Gas, das ist toll. Wir haben nicht so eine große Halle, denn wir sind auch eine kleinere Stadt. Bei einer großen Halle wäre es blöd, wenn diese immer halb leer wäre, deswegen passt das ganz gut. Natürlich wäre es schön, wenn öfters mal ein paar mehr Leute kommen würden, denn das würde uns noch mehr pushen.<br /><br /><strong>Was macht euer Team, den EHC Wolfsburg, aus?<br /></strong>Wir haben ein super Teamgefüge seit zwei Jahren, jeder ist immer für jeden da. Spielerisch sind wir sehr schnell und relativ ausgeglichen besetzt, das ist wichtig, um oben mitzuspielen. Deswegen mache ich mir auch für die kommende Saison keine Sorgen.<br /><br /><strong>Wo siehst du eure Schwächen, an denen gezielt gearbeitet werden müsste?<br /></strong>Letztes Jahr war unser Unterzahlspiel nicht so, wie wir uns das vorgestellt hätten. Da die Saison jetzt aber wieder neu startet, werden wir daran arbeiten, dass dies besser wird.<br /><br /><strong>Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainer?<br /></strong>Wir hatten erst heute Morgen das erste offizielle Training zusammen. Deswegen kann man jetzt noch nicht viel sagen. Aber wir kennen Pavel, denn er war die letzten Jahre bereits unser Co-Trainer. Jetzt ist er Head-Trainer und unser Co-Trainer Mike Pellegrims ist neu. Ich denke, dass sie gut zusammen arbeiten werden, sie haben ja auch früher zusammen gespielt.<br /><br /><strong>Du hast den Teamgeist erwähnt, der beim Eishockey so wichtig ist. Gibt es bei dir besonders gute Verhältnisse zu Mannschaftskollegen, auch über den Sport hinaus?<br /></strong>Ja, da gibt es ein paar: Sebastian Furchner, mit dem ich jetzt in die neunte gemeinsame Saison gehe. Das ist heutzutage selten. Wir haben zusammen in Köln angefangen und er ist auch privat mein bester Freund. Aber es gibt auch andere, wie zum Beispiel Christopher Fischer oder Jochen Reimer, mit denen ich auch in der Nationalelf zusammenspiele. Eigentlich kann man alle nennen, denn es sind alles ganz feine Kerle. Wir haben bisher zum Glück nur drei Neue und auch die sind alles gute Jungs, die sich gut einfügen und auch von uns gut aufgenommen werden. Wir konnten zum Glück alle anderen halten, das ist wichtig. So bleibt das Mannschaftsgefüge bestehen, das bei uns einen super Zusammenhalt hat.<br /><br /><strong>Gibt es einen Unterschied zwischen den deutschen und den internationalen Spielern?<br /></strong>In verschiedenen Ländern wird natürlich verschieden ausgebildet. Aber Eishockey hat sich in den letzten Jahren so entwickelt, dass man das nicht mehr so stark beobachten kann wie früher. Es ist mittlerweile nicht mehr so, dass in Nordamerika vor allem körperliches Eishockey und in Europa spielerisch besser gespielt wird. Das gleicht sich heute aus.<br /><br /><strong>Hast du bestimmte Vorbilder im Eishockey?<br /></strong>Ich habe mir früher viel Eishockey im Fernsehen aus Nordamerika oder die Superspieler der WM bzw. Olympia angeschaut. Da schaut man sich dann ab, was die gut machen und was man davon lernen kann. Aber es gibt keine bestimmten Namen, die ich als Vorbilder nennen könnte.<br /><br /><strong>Ab wann hattest du das Gefühl, dass du mal in der Nationalelf spielen könntest?<br /></strong>Keine Ahnung. In Köln war ich nur vereinzelt bei der Nationalmannschaft dabei, das war eher so zum Reinschnuppern. Seit ich in Wolfsburg bin und mehr Spielzeit und Verantwortung habe, habe ich gemerkt, dass ich mich auch für die Nationalmannschaft beweisen könnte. Das hat die letzten zwei Jahre gut geklappt.<br /><br /><strong>Worin siehst du deine Verantwortung für dein Team?<br /></strong>Ich möchte natürlich gut spielen, also meinen Job gut machen. Außerdem wird man älter, man bekommt immer mehr Erfahrung. Das heißt, wenn mal was nicht läuft, sollte man was sagen und ein Vorbild sein. Ich will immer vollen Einsatz zeigen.<br /><br /><strong>Du sagtest, dass du dir keine Sorgen um die Leistung der Mannschaft in der kommenden Saison machst. Wie lautet dein persönliches Ziel?<br /></strong>Das ist schwer zu sagen, da man noch nicht weiß, inwieweit sich die anderen Mannschaften verbessert haben. Wir wollen natürlich an das Leistungsniveau der letzten Saison anknüpfen. Wir wollen unter den ersten Sechs landen und somit direkt in die Play Offs einziehen.<br /><br /><strong>Wir würde die Saison für dich optimal enden?<br /></strong>Mein Ziel ist es, über die gesamte Saison meinen Platz unter den ersten zwei Mittelspielern zu verteidigen. Ich möchte einfach, dass wir direkt in die Play-Offs einziehen und dann ist alles für uns möglich.<br /><br /><strong>Was hat dich dazu bewogen nach Wolfsburg zu kommen?<br /></strong>Ich bin Kölner und habe fast meine komplette Karriere in Köln verbracht. Das heißt, ich wollte ohnehin mal wechseln. Und unser Manager hat mir damals ein Angebot gemacht, obwohl ich schwer verletzt war. Das fand ich toll, dass mir soviel Vertrauen entgegen gebracht wurde. Außerdem hat sich Wolfsburg auch um meine Freundin bemüht, dass sie hier Arbeit bekommt und so weiter. Es hat also alles gepasst. Und diese Entscheidung, nach Wolfsburg zu wechseln, habe ich auch bis heute nicht bereut.<br /><br /><strong>Wie siehst du Wolfsburg als Stadt?<br /></strong>Wolfsburg ist natürlich kleiner, als ich es von Köln gewohnt war. Aber das ist nicht unbedingt schlecht. Im Gegenteil, ich fühle mich hier wirklich wohl. Besonders die vielen grünen Flecken gefallen mir, zum Beispiel der Allerpark ist toll. Außerdem gibt es in Wolfsburg viele tolle Restaurants und meine Freundin und ich gehen gerne essen - das gefällt uns sehr.<br /><br /><strong>Wo könnte man dich also in Wolfsburg antreffen?<br /></strong>Das ist immer unterschiedlich. Ich habe keine Stammlokale, es gibt zwar ein paar, wo ich öfters bin, aber im Allgemeinen probiere ich gerne auch mal neue Orte aus.<br /><br /><strong>Wirst du auf der Straße oft erkannt?<br /></strong>Nein, gar nicht. Also, ich weiß es nicht - ich werde zumindest nicht angesprochen. Höchstens ein, zweimal im Jahr. Es ist auf jeden Fall nicht so wie bei Fußballspielern.<br /><br /><strong>Wie ist dein Verhältnis zum VFL Wolfsburg?<br /></strong>Ich kenne keine Spieler aus der Mannschaft persönlich. Ich schaue mir die Spiele gerne an, weil ich generell gerne Fußball gucke. Ich habe mich gefreut, als sie Meister wurden, weil das natürlich gut für die Stadt ist. Aber ich würde jetzt nicht sagen, dass ich ein Riesenfan bin.<br /><br /><strong>Siehst du ein Konkurrenzverhältnis zwischen euch und dem VFL?<br /></strong>Ich glaube, dafür ist die Vormachtstellung des Fußball in Deutschland einfach zu groß. Klar probieren wir auch mit guter Leistung und gutem Marketing, die Leute für uns zu begeistern. Aber in Deutschland ist Fußball nicht nur Platz eins, sondern Platz eins bis fünf. Da haben es die anderen Sportarten schwer.<br /><br /><strong>Wo kann man euch Spieler nachts antreffen?<br /></strong>Jetzt in der Vorbereitungsphase gar nicht, denn die ist viel zu anstrengend. Da bin ich abends froh, wenn ich ins Bett fallen kann. Im Sommer, wenn wir freie Tage habe, trinken wir schon mal ein Bier zusammen. Aber dass wir unter der Saison bis in die frühen Morgenstunden feiern, kommt nicht vor.<br /><br /><strong>Wenn Du einen Wunsch hättest, was Dir in Wolfsburg fehlt, was wäre das?<br /></strong>Der Meistertitel für uns!<br /><br /><strong>Wie bewertest du das Insolvenzverfahren des EC Kussel Huskies?<br /></strong>Als ein zweischneidiges Schwert. Das heißt, es ist gut, dass es Regeln und Vorgaben gibt, die man einhalten muss. Aber andererseits ist es schade für uns, weil dadurch ein Derby verloren geht, und es ist vor allem traurig für die Spieler. Denn diese haben dort einen Vertrag unterzeichnet und wissen jetzt wahrscheinlich nicht, wie es weitergeht. Da hängt ja immer eine ganze Familie dran mit Schulwechsel usw. Vor allem jetzt kurz vor der Saison, wenn alle Teams schon voll sind, ist es schwer, einen Job zu finden.<br /><br /><strong>Was erhoffst du dir vom Saisonauftaktspiel gegen Hannover?<br /></strong>Hannover ist amtierender Meister und sie haben kaum Neuzugänge, sind somit unverändert und eingespielt. Außerdem kennt ihr Trainer uns gut, er ist immerhin unser alter Trainer. Es wird sicher kein leichtes Spiel.<br /><br /><strong>Wir vom <em>indigo</em> danken dir für das Interview und drücken euch die Daumen für die kommende Saison!</strong></p>
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Höher und höher ... Der 4. VWI Treppenhauslauf - Wer hat folgendes nicht schon beobachtet: Kaum müssen mehr als zwei Etagen eines Gebäudes passiert werden, hört man sich über die unmenschliche Anstrengung lamentieren. http://www.indigowolfsburg.de/uploads/tx_mfarticle/ST_VW_ITreppenhauslauf.jpg
<p align="left">Wer hat folgendes nicht auch schon an sich selbst beobachtet: Kaum müssen mehr als zwei Etagen eines Gebäudes passiert werden, hört man sich selbst über diese unmenschliche Anstrengung lamentieren. In Anbetracht dessen ist es kaum vorstellbar, dass es Menschen gibt, die freiwillig (!) an so genannten Treppenhausläufen teilnehmen. Auch in Wolfsburg ist derartiges bereits dreimal mit reger Begeisterung geschehen. In diesem Jahr bittet VW Immobilien am 25. September zum vierten Mal zum Sprint ins neunte Stockwerk der Rabenbergstraße 99 - dann gilt es 144 Stufen zu bezwingen. Wer auf's Siegertreppchen möchte, muss die Bestzeit von 33,4 Sekunden (m) beziehungsweise 41,2 Sekunden (w) schlagen. Dieses sind die Siegeszahlen des Treppenkönigs Raphael Schumacher und&nbsp; Königin Henrike Schulze - beide haben den Titel gleich zweimal in Folge holen können. <br /><br />Initiiert wurde das schweißtreibende Event, um die kargen Hochhausklötze an der Rabenbergstraße in schillernde Leuchttürme zu verwandeln. Die Läufe sind nämlich an Studentenwettbewerbe gekoppelt. Ergebnis dieser Kombination: Das "Sonnenstundenhaus”, "Pixel”, "Strahlenwerk” und "Dynamik der Fläche”. Der Wettbewerb ist nicht der einzige Schnittpunkt zwischen dem Lauf und jungen Menschen, denn es wurden Profile bei Facebook, StudiVZ sowie Twitter eingerichtet. Wer dort Gruppenmitglied ist, bekommt bei ausgewählten Veranstaltungen in der Esplanade die Hälfte des Eintrittspreises erlassen. Dabei ist die Grundidee des Treppenhauslaufes nicht neu. Das ganze Jahr über finden weltweit "Sky-Runs”, oder "Run-Ups” statt. Der Klassiker unter ihnen ist der "Empire State Building Run-Up” in New York, der seit 1978 jährlich Anfang Februar Hunderte von ausdauerstarken Läufern anzieht. Hierbei hat der Deutsche Thomas Dold dieses Jahr schon zum fünften Mal am schnellsten die 1 576 Stufen zum 86. Stockwerk erklommen - in flinken 10 Minuten und 16 Sekunden (zum Vergleich: die 73 High-Speed-Fahrstühle brauchen nicht mal eine Minute). In diesem Sinne, Wolfsburg: Auf die Plätze! Fertig! Los!</p>
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