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Christel Rothe

Was hat Sie bewegt, das Galerie Theater ins Leben zu rufen?
Zunächst gab es den Wunsch des Theaterrings nach einer Kleinkunstbühne. Die damaligen Intendanten des Theaters haben den Auftrag erhalten, das Galerie Theater zu bespielen, und mein Mann Dieter und ich ergänzten das Programm mit selbst ausgewählten Künstlern, vorwiegend Kabarettisten.
Nach welchen Kriterien suchen Sie Ihre Veranstaltungen aus?
Die satirische Qualität und der möglichst politisch-gesellschaftliche Inhalt stehen im Vordergrund, außerdem die Mischung. Es sollen unbedingt junge Kabarettisten ihre Chance erhalten, aber ich lade auch ältere ein. Außerdem schaue ich Sendungen wie „Ottis Schlachthof" und „Mitternachtsspitzen". Wenn dort Künstler auftreten, die noch nicht so bekannt sind, haben wir auch eine Chance, diese zu buchen.
„Entdecker" wäre zu hoch gegriffen, aber Künstler mit satirischem oder kreativem Potential bekommen auf jeden Fall ihre Auftrittsmöglichkeit. Nur wenn ich den Eindruck habe, dass sie kein allgemein gesellschaftliches Kabarett machen, sondern sie nur noch unter die Gürtellinie zielen, buche ich sie nicht wieder. Deshalb würde ich auch Olm nicht mehr einladen.
Was planen Sie zum 20-jährigen Jubiläum für Attraktionen?
Wir haben eine Plakatausstellung von Künstlern, die in den 20 Jahren bei uns aufgetreten sind. Dann die Jubiläumsbroschüre, die der Theaterring gesponsert hat. Das Dritte ist die Vorstellung der „Blickfangsskulptur" von Paul Kaminski, die uns die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg ermöglicht hat. Dabei handelt es sich um einen großen bunten Raben, der ja Klugheit und Bosheit symbolisiert und eine Theatermaske trägt.
Was waren bisher die spektakulärsten Auftritte?
Natürlich gab es sehr viele Höhepunkte, wie beispielsweise Arnulf Rating, Butzko und Henning Venske. Oder die Wolfsburger Culturfreaks und die Mindener Stichlinge. Dabei ändert sich ja auch der eigene Geschmack, und unser Programm hat sich vom Kabarett bis zur Comedy entwickelt. Oder um es an zwei Titeln zu veranschaulichen: von Alexander Finkels „Deutschland – ein Wintermärchen" zu Matthias Tretters „Deutschland – ein Gummibärchen".








